Bimsstein - Stein-Fibel

 

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Stein - Fibel

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Bims - Foto der Bruderschaft Herzberg Bims - vergrößert - Foto der Bruderschaft Herzberg
                        Bims   -   dieser vergrößert


 Schwemmstein in Kalk - Foto der Bruderschaft Herzberg
Schwemmstein mit Kalk

Foto: L.E.H.

 


Bims oder Bimsstein; pumex (lateinisch) "Schaumstein", "bumiz" (althochdeutsch), "bümez" (mittelhochdeutsch); ist ein feinkörniges, feinporöses, glasiges Vulkangestein. Bims schwimmt im Wasser und es ist das einzige Gestein, das auf dem Wasser treiben kann. Die Farbe kann stark variieren: aus basaltischer Lava mit großen Blasen ist schwarz, mit abnehmender Blasengröße wird die Farbe heller. Bims kann auch weiß sein, sowie sämtliche Zwischentöne, etwa Gelb-Grau. Auch bunte Einlagerungen, wie vulkanisches Glas und mikrokristalline Silikatminerale (Feldspäte, Eisen-Magnesiumminerale, Augit, Hornblende und Zirkon) können vorkommen.
Bims entsteht durch gasreiche vulkanische Eruptionen. Das schaumige Gesteinsglas (amorphes Glas) Bims entsteht durch die schnelle Abkühlung von Gesteinsschmelzen an der Erdoberfläche. Bimsstein hat keine kristalline Struktur, daher wird es als Glas betrachtet. Chemisch unterscheidet sich Bims nicht von anderer Lava. Die Chemie kann ebenso stark wie bei Lava variieren. Bims ist jedoch deutlich leichter und weist oft eine deutlich hellere Farbe auf, als Lava bei gleicher Zusammensetzung. Bims kommt weltweit (überwiegend) an ehemaligen Vulkanen vor. Auch kann Bims aus Ablagerungen von Asche und Lockermaterialien aus Eruptionswolken entstehen. Das Bimsvorkommen ist endlich. Bims und Tuff sind zwei verschiedene Gesteine und sollten nicht verwechselt werden.

Synonyme: Bims, Bimsstein, Lava, Magma, schaumiges Gesteinsglas

Siehe "Lapilli", "Lava" und "Schlacke", auch "Tektit, Impaktit" in der hiesigen "Stein-Fibel"!

In der Antike wurde der Bimsstein zur Körperpflege, zur Behandlung von Kranken, zum Schärfen der Schreibfeder und zum Glätten von Pergament-Leder für Bücher verwendet. Im alten Griechenland und Rom wurde Bims zur Haarentfernung benutzt und wurde auch in Zahnpasta verwendet. Der Dichter Martial (um 40 bis um 104 n. Chr.) berichtet, dass die eleganten Römerinnen Stoffläppchen mit fein pulverisiertem Bimsstein sowie Marmorstaub benutzten, um eine makellose Sauberkeit ihrer Zähne zu erreichen. Bims wurde seit der zweiten Hälfte des 16. Jhr. v. Chr. in Kreta benutzt. Die Küstenbewohner sammelten die angeschwemmten Bimssteine als Baumaterial, Reinigungsmittel, für Töpfereien und als Heilmittel bei Geschwüren und Trunkenheit. Auch wurde der Bims den Göttern geopfert. Den grauen Bims betrachteten die Kreter als männlich, den weißen als weiblich. In Spanien und Asien wurden Ziegel für den Hausbau aus bimssteinhaltiger Tonmasse hergestellt.
Fein zermahlen wurde Bims früher als Schleifmittel für Holz und porenfüllender Zusatz bei der Schellackpolitur, auch für Reinigungs-, Polier und Scheuermitteln und als leichtes Konstruktionsmaterial verwendet.
Auch zur Reinigung von hartnäckigen Belägen der Zähne wurde gemahlener Bimsstein verwendet. Trota von Salerno, die erste Ärztin für Frauen, 11. Jhr., in ihrer medizinischen Schrift "Ornatu Mulierum" zur kunde: "Pulver aus gebranntem Mamorkalk, gebrannten Dattelkernen, weißem Natron, gemahlenem Ziegel und Bimsstein. Dieses Pulver wird mit feuchter Wolle und Leinentuch zum Reinigen der Zähne verwendet, um besonders weiße Zähne zu bekommen." Wie sich weiße Farbe der Zähne erhalten oder wiederherstellen ließ, gab im 12. Jahrhundert der Arzt und Medizinschriftsteller Bartholomäus von Salerno folgende Empfehlung: "Willst Du die Zähne weiß machen, so nimm die Wurzel des Linsenkrauts und schabe die Rinde ab und reibe die Zähne fest damit, so werden sie weiß. Wenn das nicht hilft, so verbrenne einen Bimsstein zu Pulver und nimm die Hülle, in der sich die Nüsse befinden, und trockne sie und reibe die Zähne fest mit Beidem, so werden sie schön und weiß, und gleichen weißem Marmor."
Um die Mitte des 19. Jahrhunderts begann im Neuwieder Becken (Deutschland) die industrielle Herstellung von Schwemmsteinen aus Bims (Bimskalkgemisch; später Zement und Zementkalk anstelle von gelöschtem Kalk), deren Anfänge bis in die Römerzeit zurückreicht.

Heute wird Bims verwendet, zum Beispiel, als Baustoff (Leichtbetonstein, Schüttdämmstoff, Schwemmstein, Schleifmittel), im Garten- und Landschaftsbau (Zuschlagstoff für Substrate, Verbesserung von Böden, Wasserspeicherfähigkeit-Dachbegrünung, Wasserfilter), in der Medizin und Zahntechnik, der Textilindustrie (Jeansherstellung-„stone-washed“-Effekt), für die Kosmetikindustrie (Fußpflege) und vieles mehr. In Bims werden auch künstlich Korallen gezüchtet.

In der Esoterik wird der Bimsstein seit altersher als Heil- und Halbedelstein verwendet. Der Bimsstein wird bereits alttestamentarisch als Halbedelstein erwähnt und wird vornehmlich bei Lernblockaden, Merkschwierigkeiten und Konzentrationsschwäche eingesetzt. Auch Hildegard von Bingen hat die Heilkraft des Bimssteins in großer Ausführlichkeit beschrieben. Hildegard von Bingen berichtet, um 1150 n. Chr., im Zusammenhang mit ihren medizinischen Forschungen erstmals von eigenen Lernblockaden und wie sie diesen mit dem Bimsstein beigekommen sei.
Bimsstein soll auch helfen gegen Verzweiflung und Probleme, hilft Aggressionen zu bekämpfen und nimmt negative Ströme auf. Bims wirkt positiv auf die Herzfunktion, hilft bei Zellerkrankungen und pathologischen Wucherungen.
Bimsstein kann als Essenz verwendet werden, um die Regenerationsfähigkeit der Haut zu erhöhen und den Körper geschmeidig zu halten.
Bims sollte häufig gereinigt und entladen werden!

 

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Ich weise Sie daraufhin, dass die Wirkung von harmonisierenden Edelsteinen & Edelmetallen wissenschaftlich nicht nachweisbar oder medizinisch anerkannt ist. Der Einsatz von harmonisierenden Edelsteinen & Edelmetallen ersetzt nicht einen ärztlichen Rat oder ärztliche Hilfe. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass harmonisierende Edelsteine & Edelmetalle krankheitsvorbeugende und/oder krankheitslindernde und/oder krankheitsheilende Wirkungen haben.
Ich möchte darauf hinweisen, dass die herkömmliche ärztliche Behandlung weiter angewendet werden sollte.


Quellen:

  • wikipedia.org
  • bimsmuseum.de
  • at.lush.com
  • steine-und-minerale.de
  • edelsteinseite.wordpress.com
  • wortbedeutung.info
  • wiktionary.org
  • sprache-kompakt.de
  • blog.psiram.com
  • ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de
  • blog.histofakt.de
  • Hildegard von Bingen, (1098-1179)
  • Ornatu Mulierum, Trota von Salerno, 11.Jhr.
  • Bartholomäus von Salerno, 12.Jhr.
  • droemer-knaur.de

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