Feuerstein - Stein-Fibel

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Stein - Fibel

- Feuerstein -

 

 

Feuerstein - Foto der Bruderschaft Herzberg

Feuerstein - Foto der Bruderschaft Herzberg Feuerstein mit Abschlag - Foto der Bruderschaft Herzberg
                           Feuerstein   -   Feuerstein mit Abschlag

 

Feuerstein - braun - Foto der Bruderschaft Herzberg Bänderfeuerstein - Foto der Bruderschaft Herzberg
Feuerstein - braun   -   Bänderfeuerstein  

 

Feuerstein - Hühnergott - Foto der Bruderschaft Herzberg Feuerstein - verschiedene Hühnergötter - Foto der Bruderschaft Herzberg
                         Feuerstein - Hühnergott   -   Feuerstein - verschiedene Hühnergötter      

 

Feuersteinknolle - gerollt - Foto der Bruderschaft Herzberg Feuersteinknolle - Bruch - Foto der Bruderschaft Herzberg

Feuersteinknollen - gerollt und Bruch

 

Feuersteinknolle - geschlossen - Foto der Bruderschaft Herzberg Feuersteinknolle - Bruch - Foto der Bruderschaft Herzberg

Feuersteinknolle - geschlossen und Bruch

 


Feuerstein, "flint" (englisch); "silex" (französisch), ist ein schwarzer bis grauer Kiesel- und Sedimentgestein, der nahezu ausschließlich aus Siliziumdioxid besteht. Das Siliziumdioxid ist in der Form von sehr feinkörnigem (mikrokristallinem) Quarz (Chalcedon) und Moganit und/oder in Form von Opal vor. Feuersteine können auch gelblich bis bräunlich oder Rot (selten) und in knolliger oder platter Form vorkommen. Feuersteine finden sich in jura- und kreidezeitlichen Ablagerungen (vor etwa 145 Mio. Jahren). Feuersteine entstehen durch Umwandlungsprozesse während der Gesteinsbildung, zum Beispiel, aus Relikte von Skeletten, von Kieselschwämmen und Kieselalgen. Feuersteinknollen belegen den organischen Ursprung. Bei Verlust von Kristallwasser bildet sich auf der Oberfläche von Feuersteinknollen häufig eine weiße Kruste oder ein Loch im Stein (Hühnergott). Der Bruch von Feuersteinen hat eine muschelige und wellige Form, mit fettig oder matten Glanz, bei dem die Transparenz durchsichtig bis durchscheinend ist. Der Name Feuerstein verweist auf seine historische Bedeutung für das Feuermachen.

chemische Zusammensetzung: SiO2*nH2
Varietäten: Obsidian, Chalzedon
Synonyme: Helgoländer Diamant, Flint, Flintstein (Feberstein), Silex

Feuerstein ist seit der Steinzeit ein wichtiges Rohmaterial, um schneidende Werkzeuge und Waffen (Klingen, Messer, Faustkeile, Schaber, Äxte) herzustellen. Es gab und gibt viele Schlagtechniken, um den Feuerstein zu bearbeiten. Heute, zum Beispiel, werden folgende Techniken angewandt: Pick-, Druck-, Punkt-, Schleif- und Bohrtechniken.
Große Bedeutung erlangte der Feuerstein mit der Entdeckung, dass man mit seiner Hilfe Funken erzeugen kann. Durch Aneinanderschlagen zweier Feuersteine können Funken entstehen, diese sind aber nicht heiß genug, um ein Feuer entfachen zu können. Als zweite Komponente wird daher Pyrit, Markasit oder Stahl benötigt, um "Feuer"-Funken zu erzeugen. Ein steinzeitliches „Feuerzeug“ besteht aus einem Feuerstein, einfache entzündbare Fasern (Zunder) und Pyrit bzw. Markasit.
Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert diente Feuerstein als Zündhilfe in Steinschlosswaffen. Ab der Eisenzeit bis zum Aufkommen der Streichhölzer (19. Jh.), waren Stahl und Stein das einzig gängige Feuerzeug. In einem modernen Feuerzeug (Gas oder Benzin) wird der Funke mit einem Reibrad aus einem Zündstein (Eisen-Cer-Legierung) geschlagen.

Siehe "Pyrit" in der hiesigen "Stein-Fibel"!

Heute noch werden von den Indianern aus Mexiko Feuerstein-Pfeilspitzen angefertigt und genutzt. Und ein alter russischer Volksglaube besagt, dass der Schwarze Feuerstein (wegen seiner chemischen Beschaffenheit) Wasser reinigt. In Apotheken wird Feuersteinbruch in Päckchen verkauft, mit einer Gebrauchsanweisung (50 g Feuersteinbruch abwaschen, in einen Behälter mit 5 l Wasser füllen, 3 Tage stehen lassen). Danach könne das Wasser zum Trinken, Kochen, Waschen, für Pflanzen und Aquarium verwendet werden. Nach 6-8 Monaten sei es verbraucht.
Feuersteine mit einem natürlich entstandenen Loch (Hühnergötter), fanden und finden besonders als Talismane Verwendung. Als Schmuckstein findet er bis heute Verwendung, ebenso für vielfältige dekorative Anwendungen. Rote Feuersteine wurden und werden heute noch als Schmuckstein verarbeitet, zum Beispiel, als polierte Scheibe, als Ringstein (Cabochon) geschliffen oder kugelförmig als Kette aufgezogen.
Heute wird außerdem der Feuerstein, zum Beispiel, im Straßenbau (zermahlen) dem Asphalt zugemischt und als Polier- und Schleifmittel (feinzermalen) verwendet. Bevorzugt werden Feuersteine die in feinkörnigen marinen Kalksteinen entstanden sind.

Feuersteine wurden und werden in der Esoterik als Schutz- und Heilstein benutzt. Sie stehen für Ruhe, Kreativität, Hormonhaushalt, Erdung. Feuersteine helfen auch gegen Selbstmitleid, Wasseradern, Erdstrahlen. Steigert auch das Selbstvertrauen und die Selbstsicherheit, haben eine entkrampfende Wirkung. Feuersteine machen Mut, lindern nächtliche Ängste und Alpträume, haben eine positive Wirkung auf Lunge, Atemwege, Nerven und Nieren, stärken die Funktion von Haut und Schleimhäuten, helfen bei Verstopfung oder Durchfall.
Auch Feuerstein-Essenzen kann man herstellen, die besonders gut als Heilmittel und für die Meditation geeignet sind.
Feuersteine sind geeignet für die Meditation, und wirken auf den Wurzelchakra, den Solarplexus und das Dritte Auge. Feuersteine verschaffen uns während der Meditation  Klarheit über Bedürfnisse und harmonisieren die Freundschaft und die Partnerschaft, aber auch kräftigen sie die Aura.

Ein vielleicht der sagenumwobenste und mystischste Feuerstein ist der "Hühnergott", ein faszinierender "Lochstein". Der Hühnergott wird als Glücksbringer, Glückstein oder Gott aus dem Meer bezeichnet. Lochsteine als schützende Amulette haben in der Vergangenheit in ganz Europa und darüber hinaus eine Rolle gespielt. Hühnergötter sind vom Wasser ausgehöhlte Feuersteine mit einem Loch, sie können aber auch mehrere Löcher gleichzeitig in einem Stein aufweisen.
Der Ursprung der Bezeichnung "Hühnergott" ist nicht eindeutig geklärt. "Der älteste bisher bekannte Nachweis stammt aus dem 1927 bei de Gruyter in deutscher Sprache erschienenen Buch von D. Zelenin zur ostslawischen Volkskunde."

Der Hühnergott wird als Schmuckstück oder für Dekorationszwecke, aber auch als Talisman benutzt. Vor historischer Zeit begannen Menschen zu glauben, dass Steine mit natürlichen Loch Unheil von ihrem Vieh und ihnen selbst abwenden können, aber auch Glück bringen. Die Steine sollen über geheimnisvolle Kräfte verfügen und sind ein Schutz gegen Unheil von bösen Geistern und des "Bösen Blickes".
Ein andere Überlieferung bringt den Hühnergott mit dem nordischen Gott Thor (Donar) in Verbindung. Das Huhn steht im germanischen Volksglauben in enger Verbindung zum Donnergott.
Im Salzkammergut (Östereich) sind "Lochsteine" als Drudensteine und als Doggisteine bekannt. Geister bevorzugen Schlüssellöcher und Ritzen, um in ein Zimmer zu gelangen. Sie benutzen niemals die Tür. Durch falsche Löcher würden sie in die Irre geleitet. Lochsteine, die über dem Bett hängen, sollten so vor Alpträumen schützen. Entzündungen des Augenlidrandes heilten, wenn Kranke durch das Loch blickten. Kärntner Slowenen (Volksgruppe in Östereich) nannten Lochsteine auch „Schlangenstein“. Sie glaubten daran, dass durch das Loch geschüttete Milch als Heilmittel gegen Kinderkrankheiten wirkte.
Nach einem sehr alten slawischen Volksglauben soll der Hühnergott die schädlichen Einflusse eines weiblichen Hausgeistes Kikimora abwehren und Schutz bieten. Kikimora wird unter anderem nachgesagt, dass sie Unglück bringt und das Hausgeflügel stiehlt oder es am Eierlegen hindert.
Auch in Deutschland waren die Lochsteine als „Trutensteine“ oder „Schratensteine“im Gebrauch. Sie waren gegen den bösen Zauber, Abwehr von Hexen und Geistern gedacht.

 

 

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Ich möchte darauf hinweisen, dass die herkömmliche ärztliche Behandlung weiter angewendet werden sollte.

 


Quellen:

  • Fotos: L.E.H.
  • wikipedia.org
  • steine-und-minerale.de
  • ruebe-zahl.de
  • diverse Online-Publikationen

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