Obsidian - Stein-Fibel

 

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Stein - Fibel

- Obsidian -

 

 

 

Obsidian mit Malachit (günlich)  - Foto der Bruderschaft Herzberg Obsidian mit muschligen Bruch - Foto der Bruderschaft Herzberg
Obsidian mit Malachit (günlich)   -   Obsidian mit muschligen Bruch

Obsidian - muschliger Bruch - Foto der Bruderschaft Herzberg Obsidian - muschliger Bruch durchleuchtet - Foto der Bruderschaft Herzberg
Obsidian - muschliger Bruch - undurchleuchtet   -   Obsidian - muschliger Bruch durchleuchtet      

 

Schneeflocken-Obsidian - Trommelstein - Foto der Bruderschaft Herzberg
Schneeflocken-Obsidian - Trommelstein
 
Fotos: L.E.H.

 


Obsidian ist ein natürlich vorkommendes vulkanisches, dunkelgrün bis schwarzes, auch braun und rötliches, glänzendes Gesteinsglas. Obsidian ist kein Mineral oder Kristall, er wird den Gesteinen zugeordnet. Obsidian tritt immer nur an Vulkanen auf. Der Name leitet sich von dem Römer "Obsius" her, der in der Antike den ersten Obsidian von Äthiopien nach Rom gebracht haben soll. Obsidian entsteht bei rascher Abkühlung von Lava und es hat ein chaotisches, amorphes Gefüge. Obsidian ist ein hartes Gestein, das glasartig glänzt und hat einen muscheligen und sehr scharfkantigen Bruch. Die Transparenz ist undurchsichtig, ist aber an den Gesteinskanten (meist) grünlich bis gelb durchscheinend.
Schwarzer Obsidian kann mit schwarzem Schörl und Onyx, bzw. gefärbtem Achat, verwechselt werden und auch mit Impaktgesteinen (siehe "Tektit, Impaktit und Lybisches Wüstenglas" in der hiesigen Stein-Fibel). Pechstein ist dem Obsidian sehr ähnlich und kann auch zu Verwechslungen führen.

Vulkanische Gesteine mit der gleichen chemischen Zusammensetzung wie Obsidiane werden als Rhyolith bezeichnet (Lava kühlt langsam ab > Rhyolith; Lava kühlt schnell/blitzartig ab > Obsidian).
Siehe "Forsterit (Olivin)", "Lava" und "Rhyolith" in der hiesigen "Stein-Fibel"!

Farb- und Strukturvarietäten:
"Aquamarinfarbener, hochtransparenter Obsidian" und "Roter Obsidian" ist in der Natur völlig unbekannt!
In der mineralogischen Literatur erwähnte »blaue Obsidian« und »grüne Obsidian« sind leicht bläulich-graue bzw. grünlich-graue Obsidiane mit unauffälligem Erscheinungsbild.
gewöhnlicher grünlich-brauner Obsidian
Schwarzer Obsidian (schwarz durch Erzeinschlüsse)
Rauchobsidian (durchsichtiger, rauchgrauer Obsidian mit wenigen Erzeinschlüssen)
Lamellenobsidian (durchsichtiger, rauchgrauer Obsidian mit lamellenartigen Erzlagen)
Mahagony Obsidian (schwarzer Obsidian mit braunen, eisenoxidreichen Bändern, Kombination der Farben Rotbraun und Schwarz)
Schneeflockenobsidian (schwarzer Obsidian mit weißen Flecken durch beginnende Mineral-Auskristallisation)
Apachenträne (rundlicher, durchsichtiger bis schwarzer Obsidian, schwarz, schwarz/klar, schwarz/rauchig/klar, schwarz/mahagonibraun und schwarz/violett oder schwarz/grün)
Regenbogenobsidian (schwarzer Obsidian mit farbig reflektierenden Zonen durch Mineraleinschlüsse, bunt-schillernd)
Goldobsidian, Silberobsidian (schwarzer Obsidian mit goldenem oder silbernem Schimmer durch Glas- und Wassereinschlüsse)

Varietäten: Schneeflockenobsidian; (Sphärolithen); Rauchobsidian (Apachentränen); Silberobsidian; Goldobsidian; Regenbogenobsidian; Mahagoniobsidian; Blau-grüner Obsidian; Stahlblauer Obsidian.
Synonyme: Glasachat, Isländischer Achat, Lavaglas, Pechstein, Vulkanglas.

Fälschungen:
Ein künstlich zusammen geschmolzenes Produkt darf niemals Obsidian genannt werden!

"blauer Obsidian" ("Antikglas"), hell- bis dunkelblau oder gelblich bis grün gemasert, Glasschlacke/Abfallprodukt aus der Eisenverhüttung
durchsichtiger "Obsidian", kräftige Aquamarinfarbe, einfaches Flaschenglas
"St. Helens Obsidian" ("Grüner Obsidian"), Glas aus Zusammenschmelzen von Asche, Herkunft Vulkan St. Helens, USA
"Aqua Lemuria" ("blauer Obsidian" oder "synthetischer Obsidian"), aquamarinfarbiges Glasprodukt, Herkunft Java, Indonesien

In der Steinzeit, ab dem Neolithikum, wurde Obsidian, ebenso wie Feuerstein, als Werkzeug und Waffe gebraucht. Der Obsidian wird seit Alters her als Heil- und Schmuckstein verehrt. In der hethitischen Zeit wurden aus Obsidian Gefäße hergestellt. Im alten Rom wurde Obsidian (poliert) als Spiegel verwendet. Die Assyrer bezogen Obsidian, unter anderem, aus den Nairi-Ländern (Türkei). In Teotihuacan (Mexiko), wurde Obsidian zur Herstellung von Götterfiguren und Skulpturen verwendet. Die Maya haben Obsidian für Opferfeste und Rituale verwendet. Azteken und andere mesoamerikanische Völker haben Obsidian zu Herstellung von Skulpturen, Speer- und Pfeilspitzen und Schwertern (Maquahuitl) verwendet. Die Indianer in Amerika verehren den Stein heute noch als Heil- und Schmuckstein. Der Volksglaube überliefert, dass an der Fundstelle einer Apachenträne (Rauchobsidian) ein Indianer gestorben sei. Eine andere Legende besagt: Der Name der Apachentränen geht auf die Tränen der Indianerfrauen zurück, sie trauerten um ihre Krieger, die im Kampf gegen die US-Kavallerie von einer Klippe hinuntergetrieben wurden.
In Europa gibt es wenige Obsidianvorkommen. In Haiti finden sich Hinweise, dass "Schneeflockenobsidiane" in der Vergangenheit für Voodoo verwendet wurden. In anderen alten Überlieferungen wird dem "Schneeflockenobsidian", als das Sinnbild des Bösen über das Gute, erwähnt. Schwarze Hexen oder Hexer verwenden den "Schneeflockenobsidian", um gute Seelen im Stein gefangen zu halten. In der weißen Magie findet der "Obsidian" Anwendung als Schutzstein und als Stein der Abgrenzung gegen dunkle Mächte. Die Hexen oder Hexer machten aus Obsidian Pulver für Zaubertränke, Elixiere, Essenzen und Salben. Auch Zauberstäbe (Spitze), Opferschalen, Opferkelche und Zauberutensilien wurden aus Obsidian hergestellt.

Heute wird Obsidian als Schmuckstein verwendet, so zum Beispiel zur Herstellung von Schmuck, Kunstgegenstände, Skulpturen und für Messerklingen.

In der Esoterik gilt der Obsidian als Beschützer aus Feuer und Wasser und ist ein Geburts-, Heil- und Edelstein. Der Obsidian soll vor der Sünde und des Bösen schützen, aber auch vor dem bösen Blick und bösen Geistern. Der Obsidian soll der tiefste Spiegel unserer Seele sein; verborgene Eigenschaften aus unserem Inneren soll er an die Oberfläche (Bewusstsein) holen (negative Eigenschaften, Ängste, positive, kreative Anlagen). Er bringt die psychischen Schwachstellen hervor. Er hat vielfältige Heilkräfte, dem zugesagt wird, das er energetische Eigenschaften besitzt, verstärkt den Fluss der Lebensenergie und erhöht das innere Sehvermögen, schützt vor fremden Energien und löst Blockaden. Der Obsidian hilft, zum Beispiel, auch gegen Rückenschmerzen oder Durchblutungsstörungen, beschleunigt die Wundheilung, hilft gegen Muskelentzündungen, Asthma und Muskelkrämpfe, das Bindegewebe wird gestärkt und hilft bei Magen- und Darmbeschwerden. Dem Obsidian wird auch unterstützende Wirkung bei Schock, Trauma, Angst und Depressionen nachgesagt. Bei Schlaflosigkeit hilft es ein Glas Elixier zu trinken.
Der Obsidian eignet sich hervorragend zum Meditieren. Und auf dem Wurzelchakra entfaltet er seine größte Wirkung, ist aber auch für das Halschakra und Sakral-Chakra geeignet.

Den Apachentränen wird nachgesagt, dass sie Trost spenden in Zeiten der Trauer. Wenn Tränen vergossen werden, lehren Apachentränen die Bedeutung der Empfindungen auf einer tieferen Ebene zu erkennen. Er hilft den Kummer zu überwinden. Apachentränen helfen loszulassen von negativen Gefühlen, sollen vor Schlangenbissen schützen und lindern Muskelkrämpfe.

Der Goldobsidian kann für das Kristallsehen oder für das innere Sehen von gesundheitlichen Störungen oder Problemsituation verwendet werden. Auch unterstützt er die Kommunikation mit allen Seins. Der Goldobsidian sorgt für einen Ausgleich der Energiefelder und beseitigt Egokonflikte und das Gefühl der Nutz- und Sinnlosigkeit.

Der Mahagoniobsidian stimuliert das Wachstum der physischen, emotionalen, intellektuellen und spirituellen Energiezentren, verleiht  innere Kraft und Stärke, beseitigt Energieblockaden und baut Spannungen ab.

Der Regenbogenobsidian bringt Licht und Liebe, er gestattet, die spirituelle Seite unseres Wesens zu erkennen. Regenbogenobsidian wird für das innere oder Kristallsehen benutzt, vor allem in Bereichen feinstofflicher und physischer Existenzformen. Er bringt Dankbarkeit und inneren Zufriedenheit.

Der Silberne Obsidian kann für das Kristallsehen oder innere Sehen und den Erhalt von Informationen von gesundheitlichen Störungen oder Problemsituationen verwendet werden. Er schärft das Auge und kann als Spiegel der Seele dienen, hilft bei der Selbsterforschung, fördert Geduld und Durchhaltevermögen und verleiht tiefere Erkenntnisse. Der Silberne Obsidian stärkt die Verbindung zwischen physischem Körper und Astralleib und unterstützt Seelenreisen.

Der Schneeflockenobsidian symbolisiert die gefangenen Geister und Seelen. Der Schneeflockenobsidian hat bündelnde Wirkung beim Hellsehen. Er ist der Gegenpol zum schwarzen Obsidian mit seelischen Wirkungen. Als Orakel bei Prophezeiungen wird der Schneeflockenobsidian nur selten angewendet. In der Schamanenlehre wird der Obsidian dagegen für Prophezeiungen verwendet. Seine beste Wirkung entfaltet der Schneeflockenobsidian bei den Fußchakren.
Der Schneeflockenobsidian soll harmonisierend auf den Schlafplatz wirken, auch gegen Alkoholgenuß, Hautausschläge, kalte Hände und Füße und chronische Verstopfungen wirken.

Schwarzer Obsidian ist beruhigend und löst lieblose Gedanken auf. Magische Kugeln vom schwarzen Obsidian hilft dem Magier die Zukunft zu erkennen. Er soll Planetenkraft haben und ist mit äußerster Vorsicht zu verwenden.

Auch in der Alchemie, der "Goldmacherkunst", wird der Obsidian verwendet. Alchemisten experimentier(t)en, mit so ziemlich allen ihnen zur Verfügung stehenden Materialien. Auch wenn es so mancher Akademiker heute nicht gerne hört: Alchemisten waren akribische Wissenschaftler, Forscher und Vordenker, zum Beispiel, auch für unser heutiges Periodensystem!


 

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Ich möchte darauf hinweisen, dass die herkömmliche ärztliche Behandlung weiter angewendet werden sollte.

 


Quellen:

  • wikipedia.org
  • heilsteine-ratgeber.net
  • edelsteine.net
  • karrer-edelsteine.de
  • Lehren des Hermes Trismegistos, Urvaters der Alchemie, Hermetische Schriften
  • Tabula Smaragdina
  • Schätze der Alchemie - Metall-Essenzen, Ulrich Arndt, Hans Nitsch Verlag
  • esoterik-plus.net
  • altarta.com
  • diverse Esoterik-Publikationen
  • www.epigem.de

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