Pyrit - Stein-Fibel

 

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Stein - Fibel

- Pyrit -

 

 


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Pyrit

Foto: L.E.H.

 


Pyrit; "pyr" (griechisch) "Feuer"; ist ein weltweit, häufig vorkommendes Mineral. Pyrit ist undurchsichtig, von kupfer- bis goldgelber Farbe, mit Metallglanz, ist magnetisch und kann eine rostrote, bräunliche oder bunte Anlauffarbe zeigen. Der Bruch ist muschelig-spröde. Pyrit entwickelt Kristalle in Formen von Würfeln oder Pentagondodekädern, auch Oktäder und Disdodekäder, sowie Kombinationen zwischen diesen Formen. Die Kristallflächen zeigen eine Streifung und im Metallglanz. Pyrit kann vielfältige Kristalle aufweisen. Chemisch gesehen ist es Eisen(II)-disulfids mit der chemischen Zusammensetzung FeS2, besteht aus Eisen und Schwefel im Verhältnis 1:2. Pyrit besteht theoretisch, bei idealer Zusammensetzung (Stoffreinheit), aus 46,6 % Eisen und 53,4 % Schwefel. Fremdbeimengungen sind: Chalkopyrit, Marmor, Schiefer, Diorit, Diabas, Cobalt, Nickel, Arsen, Antimon und Thallium, auch Kobalt, Tellur, Kupfer, Gold, Silber und Zink. Pyrit ähnelt sehr stark dem Halit und kann mit Gold, Markasit und Kupferkies verwechselt werden. Pyrit ist ein Halbleiter.
Pyrit ist auch unter Schwefelkies, Eisenkies, Katzengold oder Narrengold bekannt. Der Name Katzengold leitet sich vom "Kazzūngold" (althochdeutsch) ab und bedeutet "goldgelbes Kirschharz". Diese Bezeichnung ist aus Handschriften des 12. Jhr belegt, um es von echtem Gold abzugrenzen. Im englischen Sprachraum wird es "fool's gold" genannt, "Narrengold". Pyrit wird auch im Deutschen als Narrengold bezeichnet.

Chemische Formel: FeS2

Varietäten: Bravoit (nickelhaltig); Hengleinit (Kobalt-Nickel-Pyrit); Gelpyrit (arsenhaltig), Pyritsonne, Pyritachat, Schwefelkies, Chispa-Pyrit, Chalkopyrit, Pyrrhotin
Modifikation: Pyrit und Markasit haben dieselbe chemische Formel FeS2.

Siehe "Eisen", "Feuerstein" und "Schwefel" in der hiesigen "Stein-Fibel"!

Bereits in der Steinzeit wurde Pyrit genutzt um Feuer zu entfachen. Mit einem Feuerstein lassen sich Pyrit-Splitter abschlagen, die sich entzünden und verbrennen. Pyrit und Markasit sind die eigentlichen "Feuersteine". Pyrit wurde für die ersten Feuerwaffen als Zusatz von Geschossen verwendet. Pyrit, in Lapis Lazuli eingebettet, wird bereits von Theophrastos (372-287 v.Chr.) in seinem Werk "Über Steine" erwähnt. Der Pyrit wurde von jeher als magischer Stein angesehen und wurde, bei den Griechen, als Kombinationsstein zu allen Sternzeichen getragen. Bei den Griechen war Pyrit ein Heilmittel, welches die "Fäulnis des Blutes" verhinderte. Der griechische Arzt Dioskurides (1. Jh. n.Chr.) beschreibt in seinem Arzneimittelbuch "Peri Hyles Iatrikes" den Pyrit als Kupfererz. Plinius der Ältere (77 n. Chr.) beschreibt in der "Historia Naturalis" Pyrit als Mühlstein, der Feuer enthalte und als messing-, silber- bis goldfarbigen oder auch lebendigen und wertvollen Stein von schwarzer Farbe.
Die Griechen, Römer und auch die Alchimisten im Mittelalter glaubten, dass im Pyrit das Geheimnis des Goldes verborgen sei. Schon zu dieser Zeit wurden die heilenden Eigenschaften des Pyrits erkannt. Seit dem 12. bis 13. Jh. wird von den Alchimisten der Begriff Markasit für Pyrit und das heute als Markasit bezeichnete Mineral angewendet. Die Mediziner im späten Mittelalter entdeckten, dass Pyrit Körpersäfte im Körper steuern vermag.
Pyrit und Markasit wurden für dasselbe Mineral gehalten. Seit mitte des 19. Jhr. werden Pyrit und Markasit als eigenständige Minerale geführt. Pyrit wurde häufig mit Gold verwechselt. Pyrit kann tatsächlich winzige Mengen Gold und Silber enthalten.
Früher wurde, auf Grund von der halbleitenden Eigenschaft natürlicher Pyrit-Stücke, Pyrit in Detektorempfängern als Kristalldetektor zur Demodulation verwendet. Durch Kontaktierung von Hand nach dem Prinzip einer Spitzendiode suchte man mit einer Nadel eine als Diode geeignete Region auf dem Stein.

Heute wird Pyrit zur Gewinnung von Schwefelsäure und zur Kupfer- und Eisengewinnung abgebaut. Zur Goldgewinnung lohnt sich Pyrit nur bei örtlicher Anreicherung. Auch Pigmente werden aus dem Mineral gewonnen und, zum Beispiel, für rote und braune Farben verwendet.
Pyrit wird zu Schmucksteinen, zum Beispiel, als Anhänger oder Broschen verarbeitet, aber auch für Ringsteine oder an Halsketten verwendet. Pyrit gilt als Trauerschmuck.

In der Esoterik wird Pyrit als Schmuck-, Schutz-, Heil- und Energiestein verwendet. Pyrit ist ein magischer Heilstein der Schutz von positiven und magnetischen Kräften gewährt und er verbindet mit Gott. Er ist Kraft, Energie und Bewusstsein, er ist das "Ich" in jeder Situation. Der Pyrit bringt Energie der Sonne. Er ist der Stein der Selbsterkenntnis und offenbart die möglichen Ursachen von Blockaden sowie Ängsten, lindert Depressionen und hilft bei psychosomatischen Erkrankungen. Pyrit soll gegen Arthritis- und Ischiasschmerzen helfen, lösst Stress, Nervosität und innere Unruhe. Auch soll Pyrit Mut, Flexibilität und Willenskraft verleihen und bringt Einklang mit dem Göttlichen.
Radialstrahlig gewachsener Pyrit (Pyritsonne) wird als Amulett-Anhänger getragen und soll gegen Magen- und Verdauungsstörungen wirken und das Immunsystem stärken.
Bei der Meditation spendet Pyrit Zufriedenheit und Wärme und steigert den Optimismus und wirkt am besten auf dem Solarplexus Chakra.

Auch in der Alchemie, der "Goldmacherkunst", wird der Pyrit verwendet. Er soll die Materie beeinflussen und soll der Beginn der Entstehung des Goldes sein. Er führt auf auf den Weg zur Selbsterkenntnis und bietet die Chance zur Transformation.
Alchemisten experimentier(t)en, mit so ziemlich allen ihnen zur Verfügung stehenden Materialien. Auch wenn es so mancher Akademiker heute nicht gerne hört: Alchemisten waren akribische Wissenschaftler, Forscher und Vordenker, zum Beispiel, auch für unser heutiges Periodensystem!

Pyrit kann Reizungen auf der Haut verursachen. Pyrit niemals mit Wasser in Verbindung bringen. Pyritwasser ist giftig!

 

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Ich weise Sie daraufhin, dass die Wirkung von harmonisierenden Edelsteinen & Edelmetallen wissenschaftlich nicht nachweisbar oder medizinisch anerkannt ist. Der Einsatz von harmonisierenden Edelsteinen & Edelmetallen ersetzt nicht einen ärztlichen Rat oder ärztliche Hilfe. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass harmonisierende Edelsteine & Edelmetalle krankheitsvorbeugende und/oder krankheitslindernde und/oder krankheitsheilende Wirkungen haben.
Ich möchte darauf hinweisen, dass die herkömmliche ärztliche Behandlung weiter angewendet werden sollte.


Quellen:

  • wikipedia.org
  • steine-und-minerale.de
  • mineralienatlas.de
  • edelsteine.net
  • ruebe-zahl.de
  • bernsteinzimmer.at
  • Lehren des Hermes Trismegistos, Urvaters der Alchemie, Hermetische Schriften

 

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